Eine Minderheit von Energiekonzernen gibt einer Mehrheit von Energiekonsumenten den Weg vor. Diese Minderheit bestimmt Preis, Menge und Verfügbarkeit. Letztere ist vor allen entscheidend für ein Leben in Frieden. Denn ohne Energie, speziell ohne elektrischen Strom, kommt es schnell zu Reibereien. Deshalb ist die Energiewirtschaft auch sehr darauf bedacht, dass es in der Bevölkerung ruhig bleibt, dass ja niemand auf die Idee kommt, es könnte zu einem Blackout kommen. Unter einem Blackout versteht man einen plötzlich eintretenden flächendeckenden Stromausfall von unbekannter Dauer.

Was geschieht bei einem Blackout? 

Das sind die ersten Auswirkungen, die mehrere Tage dauern können:

Das Licht geht überall aus

Alle Verkehrsleitsysteme (Ampeln) steigen aus – es gibt massenhaft Unfälle

Alle Aufzüge bleiben stehen – die Menschen sind eingeschlossen – eine Rettung erfolgt erst nach Stunden

Alle Züge rollen aus und bleiben stehen – kein Licht, keine Durchsagen – aussteigen ist nur begrenzt möglich, da die Türen verriegelt sind.

Alle Kommunikationswege verstummen – kein Radio, kein Fernsehen

Das Internet bricht zusammen – die Batteriereserve im Laptop oder Handy nützt nichts

Alle Haushaltinstallationen sind nicht mehr brauchbar; auch die Heizung nicht, weil die Umwälzpumpen versagen. Kein Kochen mit Strom, keine Mikrowelle

Tankstellen sind außer Betrieb

Bezahlen im Laden ist nicht mehr möglich – die Kassen und Scanner sind außer Betrieb

Geldautomaten sind außer Betrieb

Die Versorgungs- und Melkautomaten in den Landwirtschaftsbetrieben fallen aus. Weil ausreichend Personal fehlt, ist keine Versorgung der Tiere mehr möglich

Weil das Funknetz ausfällt, können auch die Rettungsdienste großteils nicht mehr angefordert werden. Auch die Sirenen funktionieren nur teilweise

Nicht alle Notstromanlagen starten automatisch, weil unter Umständen die Startschaltung ausgefallen ist

Pumpen jeglicher Art stehen still; zum Beispiel Sickerwasserpumpen

Tiefkühlanlagen können die Temperatur max. 12 – 18 Stunden halten; dann beginnt das große Verderben der Waren. Nachschub ist nicht in Sicht, weil die Logistik-IT ausfällt

Fazit:

Nichts geht mehr

Die große Mehrheit der Bevölkerung hat keinen Notvorrat

Panik macht sich breit

Nach 24 Stunden werden die ersten Plünderungen einsetzen. In Ermangelung von Polizeikräften greifen diese um sich; es herrscht das nackte Chaos in weiten Teilen des Landes

Es gilt:

Schütze sich wer kann; Notvorrat anlegen und Selbstsorge*

Und so geht es weiter nach zwei bis drei Tagen.

Immer noch kein Licht, es bleibt dunkel; der öffentliche Verkehr ist zum Erliegen gekommen Bus nützt nichts, weil die Weiterfahrt per Bahn usw. nicht möglich ist

Die Toilettenspülung fällt aus, die Trinkwasserversorgung bricht zusammen. Ebenso die Abwasser-Kläranlagen, weil die Pumpen aussteigen

In den Krankenhäusern: die Notstrom- und Notwasserversorgung fällt aus. Beatmete Patienten sterben, weil der Notdiesel infolge Treibstoffmangels ausgefallen ist

Die Aufbewahrung von Toten in Kühlhäusern ist ausgeschlossen

Eine vorbereitete Trinkwasser-Versorgung in Österreich gibt es nicht. Wer sucht, findet eventuell einen Brunnen und kann per Kanister Wasser schöpfen. Jetzt beginnt der Kampf ums Wasser

Die Banken bleiben komplett geschlossen; bewaffnete Kräfte müssen die Banken vor einem Sturm schützen

Gefriergut und Kühlgut beginnen zu verderben

Supermärkte sind gezwungen, Lebensmittel gratis an die Kunden abzugeben; die Gefahr von Plünderungen ist nach zwei bis drei Tagen akut

Die staatlichen Versorgungslager sind zu klein, um mit einer Verteilung die Not zu lindern; die Masse der Bevölkerung ist ohnehin nicht fähig, Reis, getrocknete Hülsenfrüchte usw. zu kochen

Ärzte, Apotheken und Drogerien haben infolge Stromausfalls geschlossen; es gibt keine Medikamente für kranke Menschen. Es ist keine Dialyse möglich

Nutzvieh in Großbetrieben beginnt zu sterben – die Versorgung (Melkanlagen) ist nicht mehr sichergestellt

Anordnungen zur Sicherheit von Polizei und Zivilschutz erreichen nur Teile der Bevölkerung; Hysterie greift um sich. Totales Chaos und der Kollaps der ganzen Wirtschaft und Gesellschaft stehen unmittelbar bevor – Bürgerwehren stehen marodierenden Banden gegenüber. Die Polizei kann nur punktuell für Ruhe und Ordnung sorgen

Das Mobilmachungsaufgebot für das Bundesheer ist nur in Teilen erfolgreich – alle Kommunikationsmittel liegen lahm. Die lebenswichtigen Infrastrukturen können mit den vorhandenen Beständen, Mitteln und Zeitumständen ohnehin nicht bewacht werden. Es herrschen kriegsähnliche Zustände; es gibt Tausende von Toten

Wenngleich von offiziellen Stellen beschwichtigt wird, ist die Situation alles andere als harmlos. Deshalb macht es Sinn vorzusorgen. Nicht irgendwann, sondern jetzt!

*Haben Sie schon einmal überlegt, dass es vielleicht nicht alles zu kaufen geben könnte, wie Sie es heute gewohnt sind? Wenn die Zeiten härter werden, ist auch mit einer Zunahme der Kriminalität zu rechnen. 

Sie können heute schon vorbeugen, indem Sie das Leben in der Gemeinschaft suchen. Was Sie brauchen sind Freunde und Ihnen gut gesinnte Nachbarn. Denn in der Gruppe kommt man leichter durch als allein.

Überlegen Sie eine vernünftige Bevorratung. Viele Wohnungen bieten nicht unendlich Platz. 

Aber für 10 kg Reis, 10 kg Nudeln, 10 kg Getreide, Konserven (Fisch, Gemüse), Zucker, Salz und andere Platz sparende, aber wichtige und vor allem lang haltbare Lebensmittel sollte man die Lagerkapazität haben. Diese Vorräte verwenden Sie und ergänzen sie in der gleichen Menge. Falls Sie keine Kochquelle außer Strom haben, legen Sie sich einen kleinen Gaskocher mit Gaskartuschen zu.

Besonders Wasser ist wichtig!

Sie benötigen mindestens zwei Liter pro Tag! Und sechs Wochen sollten Sie auskommen. Wasser ist nicht ewig haltbar. Aber eine reine Silbermünze oder reines Silber vom Gewicht einer Münze erhöht die Haltbarkeit auf ein Jahr. 

Platzsparender sind Wasseraufbereitungsgeräte ohne Chemie - nicht viel größer als eine Luftpumpe. Mit ihnen lässt sich aus jedem Wasser Trinkwasser gewinnen.

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